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THEMA "Schreibabys"

Wenn Babys ständig schreien – sogenannte „Schreibabys“

Schreien oder Weinen des Säuglings ist Ausdruck für die stattfindenden Anpassungsreaktionen des neugeborenen Körpers auf seine Umwelt. Das Baby muss vorallem in seinen ersten 4 Lebensmonaten große Anpassungsleistungen erbringen:

Eltern sollten sich dieser vielfältigen Regulationsprozesse ihres Säuglings bewusst sein um sie bei der Bewältigung ihrer Entwicklungsaufgaben zu unterstützen (Co-Regulation) und ihre Äußerung durch Schreien versuchen zu interpretieren. Denn Weinen und Schreien ist gerade am Lebensanfang die einzige Möglichkeit wie ihr Baby auf seine Bedürfnisse und Befindlichkeit wie zB Hungergefühl, Schläfrigkeit, zu warm / zu kalt, nasse Windeln und viele mehr, aufmerksam machen kann.

Normales Schreiverhalten des Babys

Grundsätzlich ist Schreien, Weinen und Quengeln eine dem Säugling eigene Kommunikationsform nach Nahrung, Nähe und mütterlicher Pflege und Zuwendung.

Neugeborene schreien in ihren ersten 3 bis 4 Lebensmonaten fast doppelt so viel bzw. lange wie in den darauf folgenden Lebensmonaten, weil ihnen in dieser Zeit die Fähigkeit zur Selbstregulation noch fehlt und sie vollkommen auf die Unterstützung ihrer Eltern angewiesen sind. Trotz großer individueller Unterschiede kann gesagt werden dass Babys in den ersten 6 Wochen durchschnittlich täglich ca 1 Stunde schreien. Von der 7. bis zur 12. Woche steigt die Schreidauer auf 2 bis 2,5 Stunden an (Peak der Schreikurve) um wieder langsam auf 1 Stunde am Tag bis zum etwa 4. Lebensmonat abzusinken.

 

Über die Norm vermehrtes Schreien

Obwohl also ein erhöhter „Schreilevel“ in den ersten 3 bis 4 Lebensmonaten normal für einen Säugling ist gibt es Babys deren Mütter das Gefühl haben, dass ihr Kind 2 – 3mal so viel schreit.

Tatsächlich schreien diese Kinder oft 1,5 bis 2mal so viel wie ihre Altersgenossen. Die weitestgehend akzeptierte Definition einer als exzessiv geltenden Schreidauer beträgt mehr als 3 Stunden / Tag an mehr als an 3 Tagen / Woche eines sonst gesunden Babys.

Und hier ist auch der elterliche Leidensdruck für das Gefühl der Hilflosigkeit, Erschöpfung und Übermüdung in die Problematik mit einzubeziehen.

 

Mögliche Ursachen für exzessives Schreien von Säuglingen

Trotz über 50 Jahren wissenschaftlicher Aufarbeitung konnte immer noch keine lückenlose Ursachenforschung des frühkindlichen Schreiens erreicht werden.

Meist ist das exzessive Schreien darauf zurückzuführen, dass Babys Probleme haben ihre inneren Impulse zu regulieren. Darunter verstehen sich Schwierigkeiten mit der adäquaten Selbstregulation von Emotionen, Verhalten und Motorik als Antwort auf sensorische Reize wie Nahrungsaufnahme und Schlaf. Daher tritt das Schreien häufig in Zusammenhang mit Fütterungsstörungen oder Schlafstörungen auf.

Nichtsdestotrotz muss durch gründliche und ausführliche ärztliche Diagnostik ein möglicher organischer Hintergrund des exzessiven Schreiens ausgeschlossen werden.

Unterscheidung von unterschiedlichen Arten des Weinens

Eltern erlenen meist intuitiv durch den langjährigen, empathischen Umgang mit ihrem Nachwus- die Interpretation der unterschiedlichen Arten des Weines eines Neugeborenens. Auch wenn keine eindeutige Laut- Ursachen Zuordnung möglich ist, so gibt es doch wichtige Anhaltspunkte bei der Interpretation der Art des Schreiens. „A“, „Ä“ oder auch „Ei“ Schreigeräusche weisen meist auf körperliche Bedürfnisse wie Hunger, nasse Windeln, Blähungen oder Übermüdung hin. Plötzliches, schrilles Aufschreien mit durchdringenden Schreitönen, gefolgt von apathischen Phasen des Kleinkindes müssen jedoch sofort als Warnsignale interpretiert werden. Auch schwaches, dünnes Wimmern oder Stöhnen sowie heiser, erstickend tonloses Weinen sollten als Grund für das Heranziehen ärztlichen Beirats interpretiert werden.  Hinter diesen Geräuschen können sich schwere Krankheitsbilder verbergen, die es gilt, möglichst rasch abzuklären  

Hilfe und Maßnahmen

Im Allgemeinen ist zwischen den schwer verstehbaren Bedürfnissen des Säuglings und dem mütterlichen Angebot ihrer Unterstützung und Zuwendung eine aufeinander eingehende Eltern-Kind-Interaktion von großer Bedeutung.

Eine der wichtigsten Hilfsmaßnahmen bei Schreikindern ist es die Zeiten von Tagesschlafphasen (alle 1,5 Stunden länger als 30 Minuten) und Fütterungen (immer mit 1,5 Stunden Pausen) zu regulieren. Die Schreisymptomatik kann sich mit einem sich wiederholenden regulierten Rhythmus „schlagartig“ verbessern.

Es ist wichtig, auf die Signale des Babys zu achten und darauf einzugehen. So wird das Baby ausgeglichener und ruhiger.

Tees zur Beruhigung & Entkrampfung

Obwohl es sich bei einem exzessiven und andauernden Schreien um so gut wie jede Erkrankung handeln könnte, zählen aufgrund des noch unausgereiften Darmnervensystems und der unreifen Peptid-Rezeptor-Interaktionen im Darm, Beschwerden im Magen-Darm-Bereich der Säuglinge zu den Hauptursachen über die Norm vermehrten Schreiens.

Tritt das Schreien vorwiegend in den Abend- oder Nachtstunden auf und geht es mit dem Anziehen der kindlichen Beine zum Bauch einher, können dies Zeichen dafür sein, dass die Ursache im Verdauungssytem des Kleinen angesiedelt ist. Verschafft es dem Säugling Erleichterung wenn Winde abgehen oder Stuhl abgesetzt wird, sind das weitere Hinweise.

Haben die Eltern die Symptome als solche erkannt, ist schon der wichtigste Schritt getan, denn nun können Sie zielgerichtet dem Nachwuchs gutes tun:

Am meisten empfiehlt sich hier aber die wiederholte Gabe einer kleinen Menge handwarmen Tees:

welche krampflösend und blähungstreibend wirken und die Schmerzen wohltuend lindern.Bei dem überwiegenden Teil der betroffenen wird durch ein solches Vorgehen schon innerhalb einer Woche eine sehr deutliche Besserung erzielt. 

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